(Bericht aus main-echo.de vom 11.09.09)

Konzert Gospel Inspiration begeistert in der alten katholischen Kirche Seckmauerns

Lützelbach-Seckmauern Inspiration in the way you live: Der Chor Gospel Inspiration machte kraftvoll deutlich, was er mit dem ersten Song versprach. Am Sonntag gastierten die Sänger aus Gundersheim und Umgebung in der alten katholischen Kirche. Der Funke sprang schnell über und entfachte ein Feuerwerk.
An der Spitze des Chors der amerikanische Jazz-Pianist John Hatch. Der gebürtige Amerikaner hat viele Jahre in New Orleans gelebt. Die Vielfalt, welche diese Stadt in der Musikgeschichte vom Jazz bis zum Rythm and Blues geprägt hat, macht sich auch in seiner Umsetzung von Spirituals und Klassikern der Popgeschichte deutlich.
Zum Repertoire gehörten Go down Moses, Put your hand in the hand oder ein sattes Beatles-Medley. In mehr als zwei Stunden ohne Pause entführte der Chor in die Welt der Spirituals, in einen Beerdigungszug oder, mit 16 Tons, in die harte Arbeitswelt der Sechziger. Ein Lied, bei dem der wesentlich kleinere männliche Teil des Chors zum Tragen kam. Das Gehen fiel dem Publikum bei tosendem Applaus sichtlich schwer. Beim Abschied mit "Amen" sangen die Zuhörer mit.
Gegründet wurde der Chor mit Sängern aus dem Rhein-Main-Gebiet 1992. In 15 Jahren trat er mehr als 300-mal in Kirchen sowie bei Jazz- und Open-Air-Veranstaltungen auf. 2001 übernahm John Hatch die Leitung und bereicherte das Repertoire um Einflüsse anderer Musikrichtungen. Gabriele Lermann

Begeisterte Zuhörer in der Kirche

Tolle Lieder

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Vorschau

Vorankündigung

Anzeige aus dem Odenwald-Journal


Kultur Dieter Schaller und Joachim Hammer in Seckmauern
Lützelbach-Seckmauern "Später traf ich auf der Weide, außer mir noch mehrere Kälber, und nun schätz' ich, sozusagen, erst mich selber." Dieter Schaller zitierte aus der "Kritik des Herzens", der ersten Gedichtsammlung von Wilhelm Busch (erschienen 1874). Begleitet von Pianist Joachim Hammer faszinierte der Aschaffenburger Schauspieler Schaller am Samstag sein Publikum. Stimmig das Ambiente: die alte katholische Kirche.

Entführten fesselnd in das Leben von Wilhelm Busch: Pianist Joachim Hammer und Schauspieler Dieter Schaller.  Gabriele LermannSchaller rezitierte nicht nur, er setzte auch seine schauspielerischen Fähigkeiten ein, so dass der Humorist Busch nicht nur gehört, sondern auch erspürt werden konnte: gesellig, dennoch einsam, wachsamen Auges und bissigen Blick, für andere wie für sich selbst. Daneben ein Liebhaber von Kunst, Pfeife, Wein und bittersüßem Sarkasmus. Verlust der Jugendliebe So endete ein Gedicht über die Liebe eines Schmetterlings zu einer Blume mit: "Ein alter Esel fraß die ganze, von ihm so heiß geliebte Pflanze." Schaller vermutete hinter dem Gedicht den Verlust von Buschs Jugendliebe. Andererseits vermochte Wilhelm Busch, so Schaller, auch den "kürzesten Heiratsantrag der Literaturgeschichte" zu verfassen: "Mädchen sag mir ob? Ja, Herr Knopp." Im Reim verfasst auch das Argument im Gedichtband "Zu guter Letzt", welches laut Schaller Wilhelm Busch zum ewigen Junggesellen machte: "Wer einsam ist, der hat es gut, weil keiner da, er ihm was tut."

Viele gemeinsame Bühnenjahre Wie die Farbe dem Bild Leben verleiht so machte auch die Musik Joachim Hammers die Reise durch das Leben des Literaten lebendig. Deutlich wurde, dass er und Schaller schon viele gemeinsame Bühnenjahre hinter sich haben. Mit spielerischer Leichtigkeit bildeten Worte, Schauspiel und Musik eine faszinierende Symbiose.

Die berühmtesten Lausbuben, Max und Moritz, verhalfen dem 1832 geborenen Busch zum Durchbruch. Trotz Bösartigkeit der Streiche und einem bitteren Ende - die erste Auflage erschien mit 4000 Exemplaren 1865 - sind bis heute 54 Auflagen gedruckt worden, die jüngste mit 400 000 Exemplaren.

Auf die Bubenstreiche folgten noch einige Bildergeschichten des Mannes, der gerne Maler geworden wäre. Vielleicht Vorläufer der Comics, mutmaßt Schaller. Busch starb 1908, was Schaller und Hammer im Vorjahr zum 100. Todestag zu diesem Programm "Der Vogel scheint mir hat Humor" angeregt hatte. Zwei faszinierende Stunden, die das Publikum in ihren Bann zogen. Gastgeber war die Kulturinitiative Seckmauern (KIS). Gabriele Lermann

Vorschau
Der Vogel, scheint mir, hat Humor
Lützelbach-Seckmauern Er gilt als der Klassiker des schwarzen Humors schlechthin: Wilhelm Busch.

Sein Spiegel der Reime, den er so gerne vorhielt, ist gespickt mit Sarkasmus und deftigem Humor. Am Samstag, 4. Juli, rezitiert Dieter Schaller den literarischen Vater von Max und Moritz und Meister des bittersüßen Reimes in der alten katholischen Kirche Seckmauern. Begleitet wird er von Joachim Hammer am Keyboard. Seit zwölf Jahren treten beide mit vielfältigen Lyrikprogrammen auf. Veranstalter des Abends ist die Kulturinitiative Seckmauern (KIS). Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, die alte Kirche St. Magaretha mit Kultur wieder zu beleben und Überschüsse dem Erhalt der Kirche zu Gute kommen zu lassen. Die Vorstellung beginnt um 20 Uhr und kostet zehn Euro Eintritt. ler


Kultur Dieter Schaller und Joachim Hammer in Seckmauern
Lützelbach-Seckmauern "Später traf ich auf der Weide, außer mir noch mehrere Kälber, und nun schätz' ich, sozusagen, erst mich selber." Dieter Schaller zitierte aus der "Kritik des Herzens", der ersten Gedichtsammlung von Wilhelm Busch (erschienen 1874). Begleitet von Pianist Joachim Hammer faszinierte der Aschaffenburger Schauspieler Schaller am Samstag sein Publikum. Stimmig das Ambiente: die alte katholische Kirche.

Entführten fesselnd in das Leben von Wilhelm Busch: Pianist Joachim Hammer und Schauspieler Dieter Schaller.  Gabriele Lermann Schaller rezitierte nicht nur, er setzte auch seine schauspielerischen Fähigkeiten ein, so dass der Humorist Busch nicht nur gehört, sondern auch erspürt werden konnte: gesellig, dennoch einsam, wachsamen Auges und bissigen Blick, für andere wie für sich selbst. Daneben ein Liebhaber von Kunst, Pfeife, Wein und bittersüßem Sarkasmus. Verlust der Jugendliebe So endete ein Gedicht über die Liebe eines Schmetterlings zu einer Blume mit: "Ein alter Esel fraß die ganze, von ihm so heiß geliebte Pflanze." Schaller vermutete hinter dem Gedicht den Verlust von Buschs Jugendliebe. Andererseits vermochte Wilhelm Busch, so Schaller, auch den "kürzesten Heiratsantrag der Literaturgeschichte" zu verfassen: "Mädchen sag mir ob? Ja, Herr Knopp." Im Reim verfasst auch das Argument im Gedichtband "Zu guter Letzt", welches laut Schaller Wilhelm Busch zum ewigen Junggesellen machte: "Wer einsam ist, der hat es gut, weil keiner da, er ihm was tut."

Viele gemeinsame Bühnenjahre Wie die Farbe dem Bild Leben verleiht so machte auch die Musik Joachim Hammers die Reise durch das Leben des Literaten lebendig. Deutlich wurde, dass er und Schaller schon viele gemeinsame Bühnenjahre hinter sich haben. Mit spielerischer Leichtigkeit bildeten Worte, Schauspiel und Musik eine faszinierende Symbiose.

Die berühmtesten Lausbuben, Max und Moritz, verhalfen dem 1832 geborenen Busch zum Durchbruch. Trotz Bösartigkeit der Streiche und einem bitteren Ende - die erste Auflage erschien mit 4000 Exemplaren 1865 - sind bis heute 54 Auflagen gedruckt worden, die jüngste mit 400 000 Exemplaren.

Auf die Bubenstreiche folgten noch einige Bildergeschichten des Mannes, der gerne Maler geworden wäre. Vielleicht Vorläufer der Comics, mutmaßt Schaller. Busch starb 1908, was Schaller und Hammer im Vorjahr zum 100. Todestag zu diesem Programm "Der Vogel scheint mir hat Humor" angeregt hatte. Zwei faszinierende Stunden, die das Publikum in ihren Bann zogen. Gastgeber war die Kulturinitiative Seckmauern (KIS). Gabriele Lermann



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Der Vogel, scheint mir, hat Humor
Lützelbach-Seckmauern Er gilt als der Klassiker des schwarzen Humors schlechthin: Wilhelm Busch.

Sein Spiegel der Reime, den er so gerne vorhielt, ist gespickt mit Sarkasmus und deftigem Humor. Am Samstag, 4. Juli, rezitiert Dieter Schaller den literarischen Vater von Max und Moritz und Meister des bittersüßen Reimes in der alten katholischen Kirche Seckmauern. Begleitet wird er von Joachim Hammer am Keyboard. Seit zwölf Jahren treten beide mit vielfältigen Lyrikprogrammen auf. Veranstalter des Abends ist die Kulturinitiative Seckmauern (KIS). Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, die alte Kirche St. Magaretha mit Kultur wieder zu beleben und Überschüsse dem Erhalt der Kirche zu Gute kommen zu lassen. Die Vorstellung beginnt um 20 Uhr und kostet zehn Euro Eintritt. ler

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Der Vogel, scheint mir, hat Humor

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Lützelbach-Seckmauern Er gilt als der Klassiker des schwarzen Humors schlechthin: Wilhelm Busch.
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Zog das Publikum am Samstag in seinen Bann: Pantomime Jomi.  Pantomime Jomi begeistert in der alten Kirche Sankt Margaretha mit tiefen Einblicken
Lützelbach-Seckmauern Faszination, Begeisterung, tiefe Einblicke in das menschliche Sein und gesunder, pointenreicher Humor - all das verkörpert Jomi. Lautlos, aber auf der Spitze der großen Kunst begeisterte er am Samstag in der alten Kirche St. Magaretha.
Der Altar war schwarz abgehängt; der Tiefgang seiner Darbietung und das Berühren des Publikums widersprach aber keinesfalls dem sakralen Raum. Jomi führte nicht, er entführte. Pantomime lässt Argumente und verbale Führung schließlich aus. Still, fast demütig, aber mächtig in der großen Faszination und in der hohen Kunst der Pantomime. Neben den Botschaften war es die Perfektion, die das Publikum fesselte. Künstliches Marionettengrinsen "Marionette", einer seiner Programmpunkte, war die Spitze seines Bühnenspiels. Starres, künstliches Marionettengrinsen, Bewegungen, die mit den "Fäden der Macht" funktionieren wie fallen. Bis ins kleinste Detail blieb er Marionette - buchstäblich ohne ein Wimpernzucken. Das Stück hatte zwei Ebenen: neben der großartigen Darstellung der geführten Puppe selbst die unerwarteten Versuche des Eigenlebens - Versuche der Befreiung, auch mit Rückschlägen, vom Gesicht bis zur freien Bewegung.

Vom schweren Dasein eines Leierkastenmannes zeugte ein weiteres Stück - getragen von dem großen Traum, sein Publikum mit der Geige zu verzücken. Jomi stellte Traum wie Realität faszinierend dar. Unabhängiger Szenenwechsel beim letzten Stück vor der Pause: Masken des Alltags waren hier sein Thema.

Dann bewies Jomi nebst fantastischer Darstellung vor allem Humor. Da war die Verzweiflung eines jungen Papas, der zum ersten Mal mit dem Baby alleine zu Hause ist. Ebenso blieb kein Auge trocken bei der "Morgentoilette einer Dame" - bei abstrusen Momenten weiblichen Schönheitswahns, vom Lippenstift bis zum Zwängen in das viel zu enge Mieder, vermischte er geballte Komik mit präziser Darstellungskunst.

Der nicht zu bremsende Applaus ließ den Pantomimekünstler Jomi nicht um eine Zugabe herum kommen. Dafür schlüpfte er in die Rolle eines Tormannes - selbst verliebt und pannenreich. Insgesamt schaffte es Jomi den dargestellten Personen Eigenleben zu geben, Charakteristiken auf den Punkt zu bringen, Feinheiten menschlichen Daseins einen feinen Schliff zu geben.

"Der Lützelbacher sagt vielleicht erst mal, ?das war mal was anderes?, denn das muss sich erst einmal setzten, was hier in großer Kunst geboten wurde", beschrieb Detlef Eichberg, Vorsitzender des veranstaltenden Vereins KIS (Kulturinitiative Seckmauern) seine Eindrücke. Der noch junge, 2008 gegründete Verein, hat sich zum Ziel gesetzt, die alte katholische Kirche mittels Kulturangeboten wieder mit Leben zu füllen und gleichermaßen die Gewinne aus den Veranstaltungen dem Erhalt der Kirche zu Gute kommen zu lassen. Gabriele Lerman



Melodien aus Theater, Film und Oper
Chorkonzert Musica Viva und Musi-Kids in der Kirche
Lützelbach-Seckmauern Musik von Bühne und Film steht im Mittelpunkt des Konzerts, das das Vokalensemble Musica Viva aus Haingrund am Sonntag, 17. Mai, in der alten katholischen Kirche St. Margaretha präsentiert. Beginn ist um 18 Uhr.

Musica Viva wird ein breites Spektrum an weltlichen und geistlichen Stücken aus mehreren Jahrhunderten in verschiedenen Besetzungen von Solisten bis zum Gesamtensemble darbieten. Abgerundet wird das Programm durch die Musi-Kids, dem Nachwuchschor von Musica Viva. Die meisten Programmpunkte wurden für die Darbietung in Kirche, Theater und Oper oder als Filmmusik komponiert. Musikalischer Leiter Franz Som hat die Mehrzahl der Chorsätze selbst verfasst. Der Bogen spannt sich von gregorianisch inspirierten Melodien ("ubi caritas") über die berühmte "Habanera" aus Bizets Carmen bis hin zu Klassikern der Popmusik von Abba und den Beatles. Veranstalter des Konzerts ist die Kulturinitiative Seckmauern (KIS). Der Erlös ist für den Erhalt der alten Kirche bestimmt. ler Karten gibt es für sechs Euro an der Abendkasse.